Archive for Juni, 2015

Wellnesssport Nordic-Walking, Gesund durch Bewegung

Wellnesssport Nordic-Walking, Gesund durch Bewegung

Nordic-Walking ist kein Sport, für den man nur Zeit und Anstrengung aufwenden muss, sondern, der uns vor allem vieles zu geben hat – ein besseres Gefühl für Geist und Körper und ein unvergleichlich hautnahes Naturerlebnis.
Fitness und Gesundheit sind Schlagworte, die in Zusammenhang mit der „Trendsportart“ Nordic-Walking fast schon obligatorisch fallen, vor allen dann wenn man an einer Hochzeit mit russischer Tamada teil nehmen will. In vielen von uns ist es aber dennoch der allseits bekannte innere Schweinehund, der stärker ist und so bleibt es oft beim frommen Wunsch. Dabei ist die Hürde einen Einstieg zu finden, im Vergleich zu anderen Sportarten, wirklich gering. Entscheidend ist, den ersten Schritt zu machen, einfach hinaus in die Natur zu gehen und ein völlig neues Lebensgefühl zu entdecken. Allzu rasante Ergebnisse sind, wie überall, auch hier nicht zu erwarten, doch eines kann ich guten Gewissens versprechen: Bereits nach ihrer ersten Nordic-Walking Tour werden sie sich bestimmt besser fühlen und schon bald wird der nächste Ausflug folgen. Gerade für Sporteinsteiger ist dies die beste Möglichkeit, schonend den Beginn zu besserer Fitness zu setzen. Denn unabhängig von Alter und Gewicht, können sie sich langsam steigern, selbst jahrelange Sportmuffel sind überrascht, wie einfach und zugleich lustig es sein kann, etwas für sich zu tun.
Aber auch erfahrene Sportler können maßgeblich von Nordic-Walking profitieren, in dem sie durch Grundlagentraining ihre Ausdauer verbessern, Fett verbrennen, oder es als hervorragendes Ausgleichs- und Regenerationstraining nutzen. Aus sportmedizinischer Sicht eignet es sich als Präventions- und Rehabilitationstraining, das die Leistungsfähigkeit des Herzkreislaufsystems maßgeblich stärkt. Es handelt sich um eine Bewegungsform, die den ganzen Körper beansprucht. Bei richtiger Anwendung der Technik werden bis zu 90% aller Muskelpartien aktiviert und die Durchblutung angeregt. Die richtige Technik ist sozusagen das Kernstück von Nordic-Walking und natürlich unverzichtbar, um von diesen Vorteilen profitieren zu können. Für diejenigen unter uns, die das eine oder andere Kilogramm Winterspeck loswerden wollen, könnte es wie bereits erwähnt ebenfalls kaum etwas Besseres geben, denn abgesehen von einem hocheffizienten Fettverbrennungstraining, das den Energieverbrauch des Körpers um beinahe fünfzig Prozent steigert, schont diese Form der Bewegung die Gelenke. So mancher hoch motivierte, abnehmwillige Hobbysportler, hat sich mit dem für die Gelenke stärker belastenden Joggen keinen Gefallen getan.

Ein Grund für den überwältigenden Erfolg des „nordischen Gehens“, ist sicher auch die starke soziale bzw. kommunikative Komponente. Man muss nur hinaus auf eine der markierten Strecken gehen, von denen es mittlerweile zum Glück zahlreiche gibt, um zu beobachten wie wichtig dieser Teil des Sportes ist. Nur selten sieht man einzelne Geher, oft jedoch Paare und Gruppen, die eifrig plaudern und schwatzen. Und genauso ist es auch richtig, denn als Faustregel für das richtige Tempo kann man es bedenkenlos so halten, dass neben dem Gehen noch eine lockere Unterhaltung möglich sein sollte. Falls ihnen also nächstes Mal jemand mit rotem Kopf hetzend entgegenkommt, so lächeln sie ihm gelassen zu, wohl wissend, dass sie es richtig machen. Es gibt nur wenige Sportarten, die ein derartig großes Zielpublikum ansprechen. Vom Kind, bis zu Menschen im höheren Alter, kann im Grunde jeder an dieser Naturerfahrung teilhaben.
Falls sie dennoch Bedenken haben, Medikamente nehmen oder an einer Krankheit leiden, die ihr Herz-Kreislaufsystem schwächt, ist es auf jeden Fall ratsam, vor Beginn des Trainings ihren Hausarzt zu konsultieren. Gerade am Anfang gilt es, sich nicht zu übernehmen und die Leistung langsam zu steigern. Legen sie ihre Walking-Stöcke doch einfach in den Kofferraum, sodass sie jederzeit auch unterwegs einen kleinen Ausflug unternehmen können. Die Gelegenheit dazu werden sie öfter finden, als sie denken, besonders wenn sie so wie ich, große Freude am Sport und an der Bewegung in der Natur haben. Die Bewegung im Freien, der Geruch nach Tannennadeln und fröhliches Vogelgezwitscher, ist willkommener Ausgleich zum oft so grauen Alltag und bietet eine wunderbar unkomplizierte Möglichkeit abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Autor: contentworld.com/authors/profile/6121/

Gesund durch Nordic Walking – Die richtige Technik

Gesund durch Nordic Walking – Die richtige Technik

Es ist wichtig zu verstehen, dass gerade die Technik die Grundlage für die vielen Vorteile von Nordic-Walking ist. Bei keinem anderen Sport wird ein derart hohes Maß an Durchblutung erreicht. Um die Durchblutung des gesamten Körpers zu gewährleisten, ist es aber auch notwendig, den ganzen Körper zu bewegen, vor allen als als alter Mensch der sonst bald Pflege benoetigt. Nach wie vor sieht man immer noch Walker, die mit ihren Stöcken nicht so recht etwas anzufangen wissen. Eines sollte die Technik aber auf keinen Fall: Ihnen den Spaß nehmen. Falls sie merken, dass eine Bewegung unangenehm ist, oder sich unnatürlich anfühlt, sollten sie ihre Technik anpassen und nichts erzwingen.
Ich stelle ihnen aber nur einen Grundschritt, eine Leittechnik zur Verfügung, dies bedeutet allerdings nicht, dass sie sich eisern daran halten müssen. Schon nach ein paar Gängen bekommt man ein gutes Gespür dafür, was wichtig ist und was man vielleicht ändern sollte. Menschen sind nun einmal verschieden und so differiert auch das Gangbild.

Diese praxisnahe Anleitung soll ihnen die wesentlichen Grundlagen vermitteln, dennoch sollten sie unbedingt überlegen an einem Nordic-Walking Grundkurs mit einem ausgebildeten Trainer oder Instructor teilzunehmen. In natura ist vieles einfacher zu begreifen und entscheidende Fehler können gleich zu Anfang behoben werden. Hat man eine falsche Technik erst einmal eingelernt, ist es schwer, diese Fehler wieder zu korrigieren.
Gehen sie stets locker und nicht verkrampft. Gehen ist die natürlichste Bewegungsform überhaupt, verlassen sie sich also eher auf ihr Bauchgefühl, als mit Gewalt eine bestimmte Bewegung erzwingen zu wollen.
Der Körper sollte während des Gehens leicht vorgeneigt sein. Den Blick nach vorne gerichtet, sollten Schulter- und Beckenachse während der Bewegung waagerecht bleiben. Achten sie darauf die Schultern nicht hochzuziehen, sondern eher locker und entspannt tief zu halten. Verlagern sie beim Losgehen ihren Körperschwerpunkt nach vorne, die Füße folgen quasi automatisch und setzen wesentlich vor dem Schwerpunkt mit der Ferse auf. Sie sollten im Diagonalschritt gehen. Das bedeutet, dass während etwa der rechte Fuß vor dem Körper aufsetzt, der linke Stock vorne aufsetzen sollte. „Vorne“ bedeutet hier etwas hinter der Ferse des vorderen Schuhs, bei schnellerem Schritt auf gleicher Höhe der Ferse. So bewegt sich also der linke Arm gleichzeitig mit dem rechten Bein und abwechselnd der rechte Arm mit dem linken Bein nach vorne. Am besten ist, sie versuchen erst gar nicht diese Bewegung bewusst durchzuführen, sie wird bei lockerem Gehen ganz von selbst eintreten. Achten sie einfach etwas auf ihre Bewegung und bessern sie gegebenen Falls nach. Beim Zurückschwingen des Arms versuchen sie, die Spitze des Stocks möglichst lange am Boden zu halten. An einem bestimmten Punkt können sie den Bodenkontakt mit dem hinteren Stock nicht mehr halten. An diesem Punkt würde der Stock quasi nach oben schnellen. Sie öffnen den Griff um den Stock allerdings nicht erst dann, sondern beginnen den Griff bereits zu lösen, wenn sich die Hand etwa in Hüfthöhe befindet. Anschließend führen sie die Hand noch weiter hinter die Hüfte, bis sie beginnen den Stock an der Schlaufe wieder nach vorne zu ziehen. Kurz bevor sie den Stock wieder nach vor ziehen, sollten Stock, Unter- und Oberarm in etwa eine Linie bilden. Sie fassen darauf den Griff wieder fest und machen den nächsten Stockeinsatz. Während sie gehen, lassen sie also den Stock immer wieder los, um ihn wieder nach vorne zu ziehen und erneut einzusetzen.
Durch dieses Loslassen und wieder Zufassen, entsteht eine Art Pumpbewegung, die eine nicht unerhebliche Rolle für die Durchblutung spielt. Achten sie darauf nicht zu breit zu gehen und auch die Stöcke nicht weit von ihrer Gehspur aufzusetzen. Die Stöcke sollten parallel zum Körper eingesetzt werden. Setzen sie die Stöcke bewusst ein um sich etwas abzustoßen. Sie sollen keine Last, sondern Unterstützung bei der Bewegung sein.
War das etwas viel auf einmal? Machen sie sich keine Sorgen. Was hier so theoretisch und kompliziert klingt, ist in der Praxis überraschend einfach. Selbst Menschen ohne sportlichen Hintergrund und mangelndem Rhythmusgefühl, beherrschen die Technik meist in kürzester Zeit. Lassen sie einfach ihren Körper gehen. Der Diagonalschritt ist dem Menschen förmlich in die Wiege gelegt. Wer kurzfristig etwa in den Parallelschritt verfällt, merkt sofort, wie künstlich und unnatürlich sich dieser im Gegensatz dazu anfühlt. Zu Beginn ist es oftmals einfach nur mit einem Stock auf und ab zu gehen, um ein Gefühl für den richtigen Schritt zu bekommen. Falls es doch nicht gleich klappt oder sie öfters aus dem Rhythmus kommen, lassen sie nicht gleich den Kopf hängen. Übung macht den Meister. Gehen sie nicht allzu hart mit sich ins Gericht, selbst wenn ihre Technik bei der ersten Tour noch nicht lupenrein ist, sie wird beim nächsten Mal sicher schon um vieles besser sein. Vergessen sie nicht, dass bei aller Technik immer der Spaß im Vordergrund stehen sollte. Autor: contentworld.com/authors/profile/6121/